Feminismus und Emanzipation

Frauenrechte sind Menschenrechte!

Immer noch verdienen Frauen bis zu 22 Prozent weniger als Männer für eine vergleichbare Tätigkeit. Frauen übernehmen immer noch überwiegend die Erziehungsarbeit und die Versorgung der Familie. Dies trägt zur finanziellen Schlechterstellung wesentlich bei. Kinder sind dann ein Grund für ökonomische Abhängigkeit und Armut. Weiterhin sind Frauen immer noch zu einem großen Teil für die Versorgung pflegebedürftiger Eltern zuständig, weil die Pflege im Altenheim sonst zur Armutsfalle für die Familie wird. Wir setzen uns für die Gleichstellung aller Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht ein. Unser Ziel ist ein emanzipiertes Bergedorf mit gleichen Chancen für alle.

DIE LINKE in Bergedorf fordert:

  • Berufsorientierung fördern: Das Einkommen vieler Frauen ist auch geringer, da sogenannte „Frauenberufe“ schlechter bewertet werden als vergleichbare „Männerberufe“. Wir brauchen in unseren Bergedorfer Schulen mehr und bessere Möglichkeiten, Mädchen und junge Frauen für technische Berufe langfristig zu begeistern. Die sogenannten „Frauenberufe”, wie z. B. die Kranken- oder Altenpflege, müssen aufgewertet werden.
  • Frauenhäuser unterstützen: Nach wie vor sind überwiegend Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Wir brauchen mehr Plätze in Frauenhäusern für Frauen und Kinder, die in gewalttätigen Familien leben. Nach der Schutzzeit im Frauenhaus brauchen wir für diese traumatisierten Familien vor allen Dingen preiswerten neuen Wohnraum in Bergedorf.
  • Mädchentreffs erweitern: Die vorhandenen Mädchentreffs müssen mit Blick auf die kommenden geburtenstarken Jahrgänge dringend erweitert werden und die Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss sich an der Bezahlung im Öffentlichen Dienst orientieren.
  • Wohnprojekte für obdachlose Frauen einrichten: Unter obdachlosen Frauen ist die Not oft unvorstellbar groß. Viele Frauen sind nicht nur ohne Wohnung – sie sind arm sowie oft körperlich und psychisch erkrankt, sind sexuellen Übergriffen ausgesetzt und leiden häufig unter sexueller Ausbeutung. Wir brauchen für diese Frauen Wohnprojekte im Bezirk, in denen sie sich regenerieren können und Schutz finden.
  • Wohnrecht schützen: Bei Trennung einer Partnerschaft droht Frauen, als überwiegend finanziell schwächerem Teil, der Verlust der Wohnung. Die Fachstelle für Wohnungsnotfälle muss dafür Sorge tragen, dass der Wohnraum gesichert wird.
  • Institutionelle Gleichstellung sichern: Bei der Vergabe von bezirklichen Mitteln muss routinemäßig geprüft werden, ob und wie die jeweiligen Maßnahmen die Gleichstellung der Geschlechter fördern (Gender Budgeting). Für diese Thematik brauchen wir eine Gleichstellungsbeauftragte mit mehr als nur einem symbolischen Stellenanteil, die die Kompetenz erhält, bei Gleichstellungsthemen inhaltlich einwirken und handeln zu können.

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